Beruhigende Atempause - vom Stress-Esser zum Genuss-Esser



Stress kann leider nie ganz verhindert werden und oft passiert es, dass wir uns aufgrund von Stress oder belastenden Gefühlen und Gedanken nicht ganz dem Essen widmen. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, ein Hilfsmittel, mit dem wir unseren Körper wieder beruhigen können: der Atem. Der Atem ist sowohl eine bewusste als auch eine unbewusste Körperfunktion. Der Körper steuert ihn ganz von alleine, jedoch können wir ihn aber auch ganz willkürlich beeinflussen.


Normalerweise reguliert der Körper die Atmung je nach Situation ganz von selbst. In Stresssituationen atmen wir etwas schneller und flacher, sind wir entspannt ist die Atmung tief und ruhig. Es ist jedoch auch möglich unserem Gehirn durch ganz bewusst gemachte ruhige Atemzüge zu suggerieren, dass alles in Ordnung ist. Dadurch geben wir dem Körper die Möglichkeit automatisch von einem „Stressmodus“ in einen „Entspannungsmodus“ zu schalten.


In Stresssituationen, bei belastenden Gefühlen oder Gedanken ist es deshalb wichtig, dass man sich einige Augenblicke Zeit nimmt, bevor man mit dem Essen beginnt. So geben wir dem Körper, aber auch unserem Geist die Möglichkeit in der Gegenwart anzukommen und somit die Mahlzeit wieder bewusster wahrzunehmen.


„Wenn du deine Aufmerksamkeit so viel wie möglich im Körper hältst, dann bist du im Jetzt verankert. Du verlierst dich weder in der äußeren Welt noch in deinem Verstand. Gedanken und Gefühle, Ängste und Wünsche können dann zwar noch da sein, aber sie überwältigen dich nicht.“ (Eckhart Tolle, Autor)



Anleitung


Für diese Übung nimmt man zunächst eine sitzende, möglichst aufrechte Position ein. Der Rücken sollte dabei gerade sein, die Schultern können etwas nach hinten ziehen. Durch diese Öffnung des Brustkorbes, gibt man der Lunge mehr Platz. Man schließt die Augen und richtet die Aufmerksamkeit zunächst nach innen.


Sind Stress oder belastende Gefühle präsent?


Alle Gedanken und Gefühle werden nur wahrgenommen, ohne sie zu bewerten und ohne sie festzuhalten.


Anschließend nimmt man ein paar tiefe und bewusste Atemzüge und versucht dabei diese immer tiefer und länger werden zu lassen. 5 Sekunden für die Einatmung und 5 Sekunden für die Ausatmung. Das Mitzählen der Länge der Atemzüge hilft dabei, sich auf den Atem zu fokussieren.


Ist nach einigen Minuten ein Gefühl der Entspannung eingetreten, ist es möglich eine viel klarere Entscheidung zu treffen, ob man in diesem Augenblick wirklich Hunger hat oder man nur etwas essen wollte, um sich selbst zu beruhigen. Zudem ist die Verdauung nun dazu in der Lage die Nahrung besser zu verdauuen.

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