Das Kochtopfmodell - Die Verdauung aus Sicht der TCM



Da die TCM in einer Zeit entstanden ist, in der man die komplexen Vorgänge im Körper nicht so einsehen konnte, wie wir es heute können, bedient sie sich gerne einer sehr bildhaften Sprache. Genau so auch, wenn es um unsere Verdauung geht. Um diese zu verstehen, müssen wir uns das sogenannte "Kochtopfmodell" oder den "3-fachen Erwärmer" anschauen:



Der 3-fache Erwärmer

In unserem Körper gibt es 2 Energiequellen - die vorgeburtliche & die nachgeburtliche Energie - welche durch den den 3-fachen Erwärmer kontrolliert werden.


Unterer Erwärmer

Die vorgeburtliche Energie wird in der Niere gespeichert. Sie ist die Basis für unser Leben und wird uns bei der Zeugung von unseren Eltern mitgegeben. Je besser wir diese Energie bewahren, desto weniger altern wir.


Mittlerer Erwärmer

Magen & Milz haben die Aufgabe aus der Nahrung Energie und Körpersäfte herauszuholen und dem Körper zur Verfügung zu stellen - der erste Teil der nachgeburtlichen Energie.


Oberer Erwärmer

Hier ist die Lunge für den 2. Teil der nachgeburtlichen Energie zuständig - sie wird aus der Atemluft gewonnen.





Das Kochtopfmodell


Im UE - der Niere - lodert quasi unser Verdauungsfeuer. Wichtig ist, dass dieses Feuer immer genügend Wärme bekommt und schön brennt, denn nur so kann in unserem ME - unserer Verdauung - die Nahrung gut verdaut werden. Lodert das Verdauungsfeuer zu schwach, kann die Nahrung nicht verwertet werden und es wird nicht genügend Qi & Blut produziert.

Köchelt die "Suppe" in unserem Topf jedoch gut, wird die Energie einen Stock höher in den OE - die Lunge - transportiert. Hier verbinden sich die Energie aus der Nahrung und der Atmung und wird im restlichen Körper verteilt.


Je mehr nachgeburtliche Energie wir erzeugen, desto weniger vorgeburtliche Energie wird verbraucht!


Deshalb ist es so wichtig, dass wir auf unsere Lebensweise achten, unsere Mitte stärken und auf unser Verdauungsfeuer achten.

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