Der Löwenzahn - reinigt & kühlt

Aktualisiert: März 18



Der Löwenzahn - auch "Röhrl" genannt - ist wohl den meisten von uns bekannt. Er blüht auch auf Wiesen, auf denen aufgrund von Überdüngung kaum noch andere Pflanzen gedeihen. Spannend ist, dass er dabei bei der "Entgiftung" genau dieser Wiesen mithilft. Und auch in der Volksheilkunde ist er als gute Entgiftungspflanze für den Menschen bekannt, die häufig bei Detox-Kuren eingesetzt wird.


Der Löwenzahn hat eine besonders gute und kühlende Wirkung auf Leber und Gallenblase. Aus Sicht der TCM kann er daher bei allen Arten von Hitze, Feuchte-Hitze und Stagnation dieser beiden Funktionskreise eingesetzt werden.

Steckbrief:

Löwenzahn - Taraxacum officinale

Familie: Asteraceae - Korbblütler

Verwendete Teile: gesamte Pflanze (außer Stängel)


Geschmack: bitter, süß

Thermik: kalt

Funktionskreis: Leber, Gallenblase, Magen


Wirkung:

  • blutreinigend, entgiftend

  • Gallenleiden, Fettverbrennung, Cholesterin

  • Diabetes Typ 2 - Bauchspeicheldrüse (von Aug-Sept enthält die Wurzel zu 40% Inulin)

  • Harnsäure, Gicht, Rheuma

  • Leberleiden, Gelbsucht

  • Verstopfung

  • harntreibend

  • Ödeme

  • Augenleiden

  • Migräne

Emotionale und geistige Aspekte:

  • Kritikhaftigkeit

  • mit Umständen besser zurecht kommen

  • mangelnde Flexibilität

  • hitziges Gemüt, leichte Erregbarkeit, Wut und Zorn

  • Ermüdung und Lustlosigkeit


TCM Disharmoniemuster

  • Leber-Feuchte-Hitze

  • Gallenblasen-Feuchte-Hitze

  • aufsteigendes Leber-Yang

  • Leber-Feuer

  • Leber-Qi-Stagnation

  • Milz-Qi-Mangel


Anwendung:

Der Löwenzahn wird häufig als Tee verwende (Wurzel und/oder Kraut) oder die Blätter als Salat gegessen. Anders als oft behauptet, kann man die Blätter das ganze Jahr über essen. Der einzige Unterschied: im Frühling sind die Bitterstoffe oft noch nicht ganz so stark ausgeprägt.


Kontraindikation/Nebenwirkungen:

Die Pflanze sollte nicht bei Kältesymptomen verwendet werden.

Die Stängel sind brecherregend.

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